CBD bei Kopfschmerzen / Migräne?

CBD bei Kopfschmerzen/Migräne?

In Deutschland geben zwei von drei Erwachsenen an, gelegentlich unter Kopfschmerzen zu leiden. Es sind dabei also über 46 Millionen Menschen in Deutschland davon betroffen.

Ein chronischer Spannungskopfschmerz liegt nach Definition dann vor, wenn es in 3 Monaten hintereinander an jeweils 15 oder mehr Tagen im Monat zu Kopfschmerzen gekommen ist. Insbesondere beim chronischen Spannungskopfschmerz können ebenfalls leichte Übelkeit, Licht- oder Lärmempfindlichkeit mit einhergehen.

Weltweit leiden 10 bis 15 Prozent der Erwachsenen an quälender Migräne, um genau zu sein haben rund 900.000 Menschen in Deutschland täglich einen Migräneanfall. Besonders häufig sind Frauen davon betroffen. Bei ihnen sind die Attakcken mit pulsierenden, pochenden Kopfschmerzen, Übelkeit, Lärm- und Lichtscheu meist länger und intensiver. Teilweise gehen der Migräne besondere Empfindungen wie zum Beispiel Sehstörungen voraus, die sogenannte Aura.

Wissenschaftliche Studien empfehlen zur Minderung dieser Erscheinungen den Einsatz von CBD-Öl.

So wurde auf dem 3. Kongress der European Academy of Neurology (EAN) unter anderem eine Studie vom italienischen Forscherteam rund um Dr. Maria Nicoldi präsentiert. Die orale Einnahme von 200mg CBD führte letztendlich zu einer Reduzierung der akuten Schmerzen um rund 55 Prozent. Dazu wurden 79 Patienten mit chronischer Migräne drei Monate lang mit einem Follow-Up von vier Wochen getestet. Die Forscher stießen auf ein interessantes Phänomen. Bei Migränikern reduzierten die Cannabinoide die Schmerzintensität um 43,5 Prozent.

Dr. Nicoldi führte führte hierzu aus: 

» Wir konnten zeigen, dass Cannabinoide zur Vorbeugung von Migräne eine Alternative zu herkömmlichen Behandlungen sein können. Zur Akutbehandlung von Clusterkopfschmerzen sind sie nur bei Patienten mit Migränehistorie geeignet.«

Dr. Stephen Silberstein, Direktor des Headache Centers in Philadelphia, hat 2018 erläutert, dass zur Akutbehandlung  von Kopfschmerzen vor allem die Reinheit des Produktes wichtig sei.

Weitere Studien belegen positive Wirkungszusammenhänge von CBD auf Kopfschmerzen:

Christiane Ribeiro de Cavalho, Reinaldo NaotoTakahashi,
Cannabidiol disrupts the reconsolidation of contextual drug-associated memories in Wistar rats
Addict Biol, 2017

Leimuranta P., Khiroug L., Giniatullin R.,
Emerging Role of (Endo)Cannabinoids in Migraine
Frontiers in  Pharmacol. 2018

Sales AJ, Crestani CC, GuimaräesFS, Joca SRL,
Antidepressant-likeeffect inducted by Cannabidiol is dependent on brain serotonin levels
Prog Neuropsychopharmacol Biol Psychiatry, 2018

Stanley, C.P. et al.
Is the cardiovascularsystem a therapeutic target for cannabidiol?
British journal of clinical pharmacology, 2013

Die bedeutendste Studie zum Einsatz von Cannabidiol, also CBD-Öl, wurde im September 2018 im Frontier of Immunology veröffentlicht:
"Translational Investigation of the Therapeutic Potential of Cannabidiol (CBD): Toward a New Age", (Crippa, Campos, Zuardi)

So konnte als wichtigstes Ergebnis der Zusammenhang zwischen Symptomlinderung und Dosierung nachgewiesen werden. Im Kern wird dabei der Anti-Stress-Effekt von CBD angeführt.

Fazit:

CBD-Öl könnte evtl. nicht nur die schlimmen Kopfschmerzen lindern, sondern auch vorbeugen. Somit lässt sich CBD-Öl auch als Prophylaxe einnehmen. Zusätzlich könnten andere Wirkungen des Cannabidiols Ihnen von Vorteil sein, welche wir zahlreich in unseren anderen Beiträgen behandeln. So könnten die angstlösenden, entzündungshemmenden, entspannenden und andere Wirkungen ebenfalls für Sie von Vorteil sein. CBD wird allgemein eine Vielfalt von positiven Wirkungen nachgesagt. Weiter im Bereich der Cannabinoide zu forschen kann sich auf jeden Fall für Sie lohnen, damit auch Sie womöglich von CBD und anderen Cannabinoiden der Hanfpflanze gesundheitlich profitieren können.